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Gertrude Susanne


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Posted Fri Jun 8th, 2007 10:39pm Post subject: Translating Fry
Well, one translation coming up ...

[Ich hatte mich zu einer öffentlichen Generalprobe in Abendgarderobe begeben.]

Worte, zu deren Tausenden, schießen mir in den Kopf, einige in meiner Mutter Sprache, viele aus fremdländischen Sprachen; aber kein einziges davon vermag es auch nur im geringsten Maße ansatzweise und bruchstückhaft einen Hauch einer Spur einer Idee meines Entsetzens, meiner Beschämung und meiner erbarmenswerten Verzweiflung zu vermitteln. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass unter allen nur erdenklichen Solözismen, Fauxpas, Fehltritten, Entgleisungen und zuinnerst erschütternden Peinlichkeiten ein Zuviel an Eleganz uneinholbar an erster Stelle liegt.

Oh mein Gott, diese Schmach! Gleich einem Eisvogel tauchte ich ab in die Herrentoilette, schlug hinter mir die Türe zu und saß dort schluchzend für die weiteren zweieinhalb Stunden. Alle bei meiner Flucht gen dieses Refugium halb mitleidsvoll, halb hämisch auf mich gerichteten Blicke sah ich nochmals vor meinem gepeinigten geistigen Auge. Sie hatten alle gestarrt als sähen sie einen neureichen armenischen Millionär vor sich, der sich mit käuflich erworbene Medaillen anlässlich eines Diners bei der Britischen Legion dekoriert, oder einen jüngst ins Amt eingetretenen Bürgermeister, der selbst im Bade nicht auf den Ornat verzichtet. Hätte ich doch bloß Glambidge nicht gestattet, nach Lewes zu fahren, um dort seine Frau, die am Rande der Stadt in einer Nervenheilanstalt lebt, zu besuchen, so hätte ich mich möglicherweise ebendann unbemerkt entfernen können. Aber wie die Dinge standen, brachte ich die Zeit damit zu, fast unterzugehen in meinem Schamgefühl.

Aber nun, im kühlen Lichte der Vernunft, stelle ich mir die Frage, ob ich nicht denn möglicherweise ein wenig überreagiert habe? Hätte ein Mann mit mehr Nonchalance nicht vielleicht das ganze Missverständnis mit einem kurzen Lachen abgetan? War ich nicht selbst vielleicht ein wenig versnobt, anderen meine Verachtung mit selbst gegenüber anzudichten? Wenn jemand von Ihnen damals zugegen war und mich sah, dann seien Sie doch eventuell so nett, mir zu schreiben und die Last von der Seele zu nehmen.

Aber Sie haben bisher Geduld bewiesen. Viele von Ihnen werden sich wohl wundern ob meiner Bitternis und deren Bedeutungslosigkeit für das wahrhafte und tatsächliche Leben da draußen; der mit mehr Intelligenz Bedachte allerdings wird, mit dem Wissen, dass in Zeiten des Wahlkampfes Politisieren tabu ist, zwischen den Zeilen meiner kleinen Reminiszenz zu lesen und eindeutig die Zeichen der zugrundeliegenden Allegorie zu deuten verstehen, und auch entsprechend zu handeln wissen. Das Motto lautet Vorwärts und Nach Oben: Wenn Sie das bereits kennen, dann behalten Sie Platz.

Eagerly waiting for your critisism and suggestions for improvement (I had to resort to a fair amount of artistic licence :-// my God Mr Fry really knows how to weave words into a divine fabric any translation is bound to appear threadbare alongside it

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Soupy Twist


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Posted Sat Jun 9th, 2007 10:06am Post subject: Translating Fry
Christ, that was tough. A linguistic masterpiece courtesy of Mr Fry which makes my attempt of a translation all the more ludicrous. But here it is:

[Ich war zu einer öffentlichen Generalprobe in Abendgarderobe gekommen].
Wörter, tausende von ihnen, kommen mir in den Sinn, einige von ihnen in Englisch, viele von ihnen fremden Sprachen entliehen; keines von ihnen, kein einziges, vermag auch nur ein Fünkchen eines Iotas eines Schattens einer Ahnung eines Atoms eines Bruchteils eines Hauchs eines Zehntels eines Teilchens meines Entsetzens, meiner Scham und meiner beklagenswerten Verzweiflung zu beschreiben. Ich bin überzeugt, dass von allen Fauxpas, Entgleisungen, Taktlosigkeiten, Fettnäpfchen und eingeweidezerreißend schrecklichen Patzern, die man auch nur begehen kann, übertriebene Eleganz dem Feld um eine komfortable Achtelmeile voraus ist.
Ichabod, ohimé, eheu, aiee! Wie ein Eisvogel stürzte ich mich zur Toilette, schlug die Tür hinter mir zu und verbrachte dort schluchzend die folgenden zweieinhalb Stunden. Jeder halb mitleidige, halb verächtliche Blick, mit dem ich bei meiner Flucht in dieses Refugium bedacht worden war, spielte sich wieder und wieder in meinem gepeinigten Geiste ab. Sie alle hatten mich angestarrt als wäre ich irgendein millionenschwerer armenischer Parvenü, der gekaufte Orden zu einem Abendessen der British Legion anlegt, oder ein frisch gewählter Bürgermeister, der sogar in der Badewanne mit der Amtskette ratsherrlicher Pracht behängt ist.
Hätte ich nur nicht Glambidge gestattet, nach Lewes zu fahren und dort nach seiner Frau zu sehen, die in einer Irrenanstalt gleich außerhalb der Stadt lebt. Ich hätte mich so vielleicht nach Hause davonstehlen können. So aber krümmte ich mich für die verbleibende Zeit im Entsetzen über meine Schande.
Nun aber, im kalten Lichte der Vernunft, frage ich mich, ob es nicht sein kann, dass ich ein wenig überreagiert habe. Hätte ein gelassenerer Mann dieses ganze Missverständnis nicht mit einem Lächeln abgetan? War ich nicht selbst ein wenig ein Snob, indem ich anderen die Verachtung unterstellte, die ich für mich selbst hatte? Falls jemand von Ihnen dort war und mich gesehen hat, vielleicht könnten Sie mir schreiben und die Last von meinen Gedanken nehmen. Unterdessen haben Sie Geduld bewiesen. Viele von Ihnen werden sich über meine Betrübnis und deren Irrelevanz für das wirkliche und ernste Leben da draußen wundern. Die Intelligenteren unter Ihnen werden aber im Wissen um das Verbot politischer Rede in dieser Zeit des Wahlkampfs die geheime Botschaft meiner kleinen Erinnerung verstehen, die deutlichen Signale der ihr zugrundeliegenden Allegorie verstehen und wissen, was sie damit anfangen sollen. Vorwärts und aufwärts, hei ho: wenn Sie schon gewesen sind, setzen Sie sich.

Now, after reading your translation, Gerti, I'm almost tempted not to post mine at all In comparison to your solution I've decided to stick more with the text which makes it less elegant and more clumsy. I really, really like yours!
So let's see what Mr Translator has made of it:

[Ich war zur öffentlichen Generalprobe in Abendgarderobe erschienen]:
Wörter, Tausende von Wörtern, trudeln mir durch den Kopf, manche englische, viele andere exotischen Zungen enpflückt; keines davon, nicht ein einziges ist imstande, ein Fünkchen eines Jotas eines Schattens einer Spur eines Grans eines Bruchteils eines Hauchs eines Zehntels eines Teilchens meines Entsetzens, meiner Beschämung und bemitleidenswerten Verzweiflung zu beschreiben. Ich bin absolut überzeugt, dass unter sämtlichen Fauxpas, Fettnäpfen, Taktlosigkeiten, Schnitzern und magenumdrehend fürchterlichen Böcken, die man schießen kann, übertriebene Eleganz das Feld mit einer satten Achtelmeile Vorsprung anführt.
Ichabod, ohimé, eheu, aiee! Gleich einem Eisvogel tauchte ich in die Örtlichkeiten ab, schmiss die Tür hinter mir ins Schloss und gab mich dort die nächsten zweieinhalb Stunden meinen Tränen hin. Jeder einzelne halb mitleidige, halb verächtliche Blick, der mir während meiner Flucht in dieses Refugium zuteil geworden war, spulte sich erneut vor meinen gequälten Augen ab. Alle hatten sie mich angestarrt wie einen neureichen armenischen Millionär, der auf einer Soiree der British Legion gekaufte Orden trägt, oder wie einen frisch arrivierten Bürgermeister, der nicht einmal in der Badewanne seinen Ratsherrenornat ablegt. Hätte ich bloß Glambidge nicht erlaubt, nach Lewes zu fahren und seine Frau zu besuchen, die dort etwas außerhalb in einem Irrenhaus lebt, wäre ich wenigstens imstande gewesen, mich nach Hause fortzustehlen. Wie es nun aber stand, krümmte ich mich die volle Spiellänge im Schweiß meiner Schande. Jetzt jedoch, im kalten Lichte der Vernunft, frage ich mich, ob ich nicht womöglich ein wenig überreagiert habe. Hätte nicht vielleicht ein besonnenerer Mann das ganze Mißverständnis mit einem wegwerfenden Lachen abgetan? Hatte ich nicht doch etwas von einem Snob an mir, indem ich meine Selbstverachtung auf die anderen projizierte? Falls jemand dort gewesen ist und mich gesehen hat, könnte er mir vielleucht schreiben und mich erleichtern.
Indessen haben Sie Geduld bewiesen. Viele unter Ihnen werden sich über meine Traurigkeit wundern und über deren Bedeutungslosigkeit angesichts des wirklichen und ernsthaften Lebens da draußen, doch die Intelligenteren werden im Wissen um das zu diesen Wahlzeiten über alle politischen Themen verhängte Schweigegebot den Subtext meiner kleinen Reminiszenz verstehen, die deutlichen Signale der ihr zugrundeliegenden Allegorie erkennen und wissen, was zu tun ist. Hinaus und hinauf, los gehts: Wenn Sie schon haben, setzen Sie sich.

I won't have time to have a closer look at the text until tonight but from typing it I got the impression that it is the usual mixed bag of really good solutions and bloopers. Looking forward to your comments and, of course, the next text.

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Gertrude Susanne


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Posted Sun Jun 10th, 2007 10:44am Post subject: Translating Fry
You must not say that, Soupy Twist! I think it is an art to “stick more” to the original in this case, which I obviously cannot master. Many of my deviations are not justifiable really by anything other than mental inflexibility and, quite frankly, a lack of words (how embarrassing is that :-// ) and my “behalten Sie Platz” was simply wrong.

entliehen for “culled” is excellent! And the chain of descriptors of his plight reads a lot better than what I had come up with before I decided to mutilate it a litte! And you stuck to Ichabod, ohimé, eheu, aiee! – certainly better than my solution, I mean Mr Fry must have had a reason to use these words, so that was quite patronising on my part to change it. And I like Irrenanstalt a better! But what I really envy you for is the “millionenscherer armenischer Parvenü” and “Amtskette ratsherrlicher Pracht” Wow!! I think it reads brilliantly!

Isn´t it interesting how two people take different approaches to the same source text? That is something that has always fascinated me about translating…

And now to Mr Translator´s “mixed bag”
I like „Gran“, „wegwerfendes“ Lachen and „projizierte“ (I think it is more neutral than „andichten“ for example).

"unter sämtlichen Fauxpas, Fettnäpfen, Taktlosigkeiten, Schnitzern und magenumdrehend fürchterlichen Böcken, die man schießen kann“ – well, I have never tried to shoot a Fauxpas or any of the others, have you?
“Örtlichkeiten” ? Örtchen X-D X-D
“spulte sich vor meinen gequälten Augen ab” – it wasn´t his eyes that were tortured
„Schweiß meiner Schande“ – interesting
„Subtext“ – now that is absolute sub-sub-sub-sub-sub-class


Now, on to Trefusis´ next adventure:

Trefusis Accepts an Award

Heaven bless you, I must confess that I find all this light a little distressing, I dare swear my eyes will accustom themselves to the glare in time. It really is no wonder that television persons look so monstrously stupid. I now know that it is the blaze of electric light which lends that dead, hopeless look to the eyes. I´m wandering from the point. Where am I? Awards. Prizes.
Well, I am sure that the British Press Guild, or whatsomever body has offered this wireless trophy to us, did so with the very best intentions, but I am bound to remark that I think it is a terrible mistake. I am sure I have no wish to offend any of the officials responsible, and I have no doubt that we are all deeply sensible of the profound compliment paid us but I must reasseverate: you have made a foul blunder. I am far from saying, you must understand, that we do not deserve this accolade. I have no doubt that our little broadcasting feature is no more beastly than any other that smutches the airwaves. Indeed on occasions we create moments which can only be described as golden in the intensity of their excitement, the freshness of their visions and the vigour of their insight. Nonetheless I stand by my view that to embody this worthiness in the form of an official award spells death, confusion, disaster and ruination. Let me delineate my reasons.
I have a dread fear that awards serve only to encourage recipients into a state of bumptiousness and self-conceit that can only be considered alarming to persons of sense and tone. Loose Ends is transmitted in the morning, 10.00 on a Saturday. Wise persons, honest persons are abed at this time. If not precisely under the blankets at least they have got no further than the breakfast table. The nervous system is steadily adjusting itself to the horrors of daylight and loud noises.

To be continued …

I tend to give my eyes a little rest from "staring at a computer screen" at w/e, so I´ll post my "solution" sometime tomorrow... happy translating, Soupy Twist (and I look forward to the outcome of your "analysis" of Mr Translator´s mixed bag )

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Soupy Twist


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Posted Sun Jun 10th, 2007 3:52pm Post subject: Translating Fry
You must not say that, Soupy Twist! I think it is an art to “stick more” to the original in this case, which I obviously cannot master. Many of my deviations are not justifiable really by anything other than mental inflexibility and, quite frankly, a lack of words (how embarrassing is that :-// ) and my “behalten Sie Platz” was simply wrong.
Thank you for your kind words :-// And I still like your translations, in the last one especially:
- schießen mir in den Kopf
- uneinholbar an erster Stelle liegt
- Gleich einem Eisvogel tauchte ich ab in die Herrentoilette
- Nervenheilanstalt (has a more Trefusian ring to it)
- unbemerkt entfernen können.
- Nonchalance, brilliant!!
- ob meiner Bitternis und deren Bedeutungslosigkeit
- Politisieren tabu ist

I think this is the most difficult part about translating: to know whether something is too close to the original or could do with a little linguistic freedom. By the way, I don't know what would happen to my vocabulary if I lived in an all English environment.
Isn´t it interesting how two people take different approaches to the same source text? That is something that has always fascinated me about translating…
Absolutely, and I enjoy it immensely. Your and the translator's translations give me so many ideas how the texts work and how many ways there are to express things. Truly fascinating!Not only do I get to know Fry's texts better and better, I also improve my skills both in English and German.

And now to Mr Translator´s “mixed bag”
I like „Gran“, „wegwerfendes“ Lachen and „projizierte“ (I think it is more neutral than „andichten“ for example).
I agree with you on that and would like to add on the positive side:
+ Gleich einem Eisvogel tauchte ich
+ gab mich...meinen Tränen hin

on the negative side:
- "unter sämtlichen Fauxpas, Fettnäpfen, Taktlosigkeiten, Schnitzern und magenumdrehend fürchterlichen Böcken, die man schießen kann“ – well, I have never tried to shoot a Fauxpas or any of the others, have you?
I have to agree and to confess that I made the same mistake (man kann kein Fettnäpfchen begehen). It seems that the whole list of bloopers inevitably gets you into grammatical trouble with the "possible to make". To make an adjective of it - von allen möglichen Fauxpas... - is a bit ambiguous. I think you provided the best solution simply by omitting it.
- “Örtlichkeiten” ? Örtchen X-D X-D
I wouldn't hold that against him. At least in Germany it's accepted as a more elegant word for Örtchen.
“spulte sich vor meinen gequälten Augen ab” – it wasn´t his eyes that were tortured
„Schweiß meiner Schande“ – interesting
„Subtext“ – now that is absolute sub-sub-sub-sub-sub-class

I absolutely agree and would like to add:
- manche englische, viele andere exotischen Zungen entpflückt; this is grammatically correct but a bit dodgy because of the entplückt which is a bit of a neologism. "Foreign" tongues don't necessarily have to be "exotisch", but I suppose that's okay.
- schmiß die Tür hinter mir ins Schloss: schmiß is too colloquial for written German in my taste.
- mich erleichtern. I don't know but this sounds just odd without a proper object. It's his mind, not himself. Mich erleichtern sounds of, well, going to the lavatory.
- Traurigkeit: not the right word in my opinion.

I feel like a real nitpicker and a hypocrite here since my own texts could be dissected in the same way. But then, I'm not the professional who has published a Fry translation


Now, on to Trefusis´ next adventure:

Trefusis Accepts an Award

Ah, what a fabulous choice, I'm looking forward to it (my translation won't be finished until tomorrow, either). Happy translating to you, too, Gerti

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Gertrude Susanne


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Posted Mon Jun 11th, 2007 8:37am Post subject: Translating Fry
Soupy Twist wrote:
I think this is the most difficult part about translating: to know whether something is too close to the original or could do with a little linguistic freedom. By the way, I don't know what would happen to my vocabulary if I lived in an all English environment.

True!!
I can tell you: it gets a bit rusty in terms of neologisms (every time I go back I spot another couple of new words... or phrases, which I could easily do without, like "am Ende des Tages" - yeah, right - don´t mind missing out on those )

Not only do I get to know Fry's texts better and better, I also improve my skills both in English and German.

I think your English is amazing (and no, I am not trying to ingratiate myself...) You take so much care in expressing your ideas - anything to do with reading too much Wodehouse ? (too much - is that possible at all?)
I could not agree more, in the past I just read the stories, simply enjoying the storyline and his linguistic skills, and the "rotundity" of the wording...

I agree with you on that and would like to add on the positive side:
+ Gleich einem Eisvogel tauchte ich
+ gab mich...meinen Tränen hin

I liked that too, just forgot to mention it...

I think you provided the best solution simply by omitting it.
In fact, I didn´t I put "erdenklichen" :-//

Örtlichkeiten” ? Örtchen X-D X-D
I wouldn't hold that against him. At least in Germany it's accepted as a more elegant word for Örtchen.
I see, I personally do not necessarily associate lavatory with Örtlichkeiten, Örtlichkeiten can be anything

- schmiß die Tür hinter mir ins Schloss: schmiß is too colloquial for written German in my taste.
- mich erleichtern. I don't know but this sounds just odd without a proper object. It's his mind, not himself. Mich erleichtern sounds of, well, going to the lavatory.

My thoughts exactly, especially with regard to the second item X-D X-D

I feel like a real nitpicker and a hypocrite here since my own texts could be dissected in the same way. But then, I'm not the professional who has published a Fry translation

I am glad I am not the only nitpicker. What is wrong with a bit of constructive criticism? Not that Mr Translator will take any notice of it
Mine ditto! But as you rightly say: we are not the one´s "spreading the word" as it were, we are just having a bit of fun here

Ah, what a fabulous choice, I'm looking forward to it (my translation won't be finished until tomorrow, either). Happy translating to you, too, Gerti

I am glad you like it I look forward to reading your translation!

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Soupy Twist


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Posted Mon Jun 11th, 2007 9:19am Post subject: Translating Fry
Soupy Twist wrote:
Not only do I get to know Fry's texts better and better, I also improve my skills both in English and German.

I think your English is amazing (and no, I am not trying to ingratiate myself...) You take so much care in expressing your ideas - anything to do with reading too much Wodehouse ? (too much - is that possible at all?)
I could not agree more, in the past I just read the stories, simply enjoying the storyline and his linguistic skills, and the "rotundity" of the wording...
Ditto to the amazing English And you're right, there can't ever be too much Wodehouse. It's so nice to see that Fry's style becomes a bit Wodehousian itself from time to time. The passage "tie my tie, stud my studs" really reminds me of Wodehouse and I can almost see a nervously bouncing Bertie before my eyes. I'm actually pondering the idea of our next project: CPWE. Translating Wodehouse should be even more challenging given his linguistic mastery and the fact that his language is that from the 20ties and early 30ties and the content so quintessentially English.

I think you provided the best solution simply by omitting it.
In fact, I didn´t I put "erdenklichen" :-// [/quote]
Indeed, and I thinks it's the best solution not to insert a relativ clause (, die man begehen kann').

I feel like a real nitpicker and a hypocrite here since my own texts could be dissected in the same way. But then, I'm not the professional who has published a Fry translation

I am glad I am not the only nitpicker. What is wrong with a bit of constructive criticism? Not that Mr Translator will take any notice of it
Mine ditto! But as you rightly say: we are not the one´s "spreading the word" as it were, we are just having a bit of fun here
Exactly A quick glance at the increasing number of viewers of this thread tells me that we seem to attract quite an audience.

I am glad you like it I look forward to reading your translation!
Same here. Mine should be finished some time this afternoon (I'm halfway through but have to do some work now).

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Gertrude Susanne


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Posted Mon Jun 11th, 2007 1:29pm Post subject: Translating Fry
"Soupy Twist" wrote:
And you're right, there can't ever be too much Wodehouse. It's so nice to see that Fry's style becomes a bit Wodehousian itself from time to time. The passage "tie my tie, stud my studs" really reminds me of Wodehouse and I can almost see a nervously bouncing Bertie before my eyes. I'm actually pondering the idea of our next project: CPWE. Translating Wodehouse should be even more challenging given his linguistic mastery and the fact that his language is that from the 20ties and early 30ties and the content so quintessentially English.

That would be challenging indeed Bring it on....
My knowledge of 20s and early 30s German is pretty deficient :-// , even though I love that period

Exactly A quick glance at the increasing number of viewers of this thread tells me that we seem to attract quite an audience.

OMG! I have never paid any attention to that.

Same here. Mine should be finished some time this afternoon (I'm halfway through but have to do some work now).

I´sn´t it awful when work keeps getting in the way
I´ll post mine sometime after 5 pm my time, from home!

Oh dear, somebody´s watching me from outside my office window, there´s a bunch of handymen erecting some scaffolding right outside my window, hey! Obviously the chap´s name is Hugh - and he sounds like Kermit the frog, with a British accent just to give you an idea under what conditions I have to work here (only for this week, the storm has damaged the roof I think) X-D X-D

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Soupy Twist


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Posted Mon Jun 11th, 2007 4:31pm Post subject: Translating Fry
I'm going to look into the Wodehouse thing. Unfortunately someone has borrowed all German Wodehouse novels (at least the Jeeves books) from the library. I don't want to buy a translation so I shall have to be patient.

I hope the mysterious Hugh and his chums have meanwhile lost interest in surveilling your office

Here is my translation:

Trefusis nimmt einen Preis entgegen

Du lieber Himmel, ich muss gestehen, dass mir all das Licht etwas zu schaffen macht, aber ich schwöre, dass sich meine Augen an die Helligkeit mit der Zeit gewöhnen werden. Es ist wirklich kein Wunder, dass Fernsehleute alle so ungeheuer dumm aussehen. Nun weiß ich, dass dies vom Schein des elektrischen Lichtes kommt, der den Augen diesen toten, hoffnungslosen Blick verleiht. Ich schweife ab. Wo bin ich? Auszeichnungen. Preise.
Nun, ich bin sicher, dass die Britische Pressevereinigung oder welche Körperschaft auch immer uns diese drahtlose Trophäe angetragen hat, dies in bester Absicht getan hat, doch muss ich anmerken dass ich dies für einen schrecklichen Fehler halte. Sicherlich will ich niemanden der Verantwortlichen kränken, und zweifellos sind wir uns alle zutiefst dieser hohen Anerkennung bewusst, die uns da zuteil wird, aber ich versichere Ihnen noch einmal: Sie haben sich da einen groben Schnitzer geleistet. Auf keinen Fall will ich sagen, bitte verstehen Sie das richtig, dass wir diese Auszeichnung nicht verdienen. Zweifellos ist unser kleines Sendeunternehmen in keinster Weise garstiger als jedes andere, das den Äther besudelt. Gelegentlich schaffen wir in der Tat Momente, die man nur als "golden" beschreiben kann, was die Intensität ihrer Spannung, die Frische ihrer Sichtweisen und die Kraft ihrer Einsichten betrifft. Nichtsdestoweniger stehe ich zu meinem Standpunkt, dass die Verkörperung all dieser Werte durch eine öffentliche Auszeichnung Tod, Verwirrung, Desaster und Zerstörung bedeutet. Lassen Sie mich meine Gründe dafür umreißen.
Ich habe schreckliche Angst, dass Auszeichnungen nur dazu dienen, ihre Empfänger zu einem Zustand von Aufgeblasenheit und Verblendung zu ermutigen, der für Menschen von Verstand und Stil nur alarmierend sein kann. Loose Ends wird Samstag vormittags um 10 Uhr gesendet. Weise und anständige Menschen schlafen zu dieser Zeit. Liegen sie nicht in den Federn, so sind sie nicht weiter als bis zum Frühstückstisch gekommen.
Das Nervensystem passt sich ständig den Schrecken des Tageslichts und Lärms an.

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Frylu


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Posted Mon Jun 11th, 2007 4:51pm Post subject: Translating Fry
Nice translation! Unfortunately my english teacher isn´t half as good

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Gertrude Susanne


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Posted Mon Jun 11th, 2007 6:04pm Post subject: Translating Fry
I'm going to look into the Wodehouse thing. Unfortunately someone has borrowed all German Wodehouse novels (at least the Jeeves books) from the library. I don't want to buy a translation so I shall have to be patient.

I hope the mysterious Hugh and his chums have meanwhile lost interest in surveilling your office



Oh, that would be excellent, Soupy Twist. THANKS Doesn´t matter if it is some time until the German novels are available again. Of course, you would not want to buy a translation

Now, please don´t think I´m paranoid, it´s just a bit out of the ordinary when a face all of a sudden appears on the outside - your office being on the first floor X-D

I like Britische Pressevereinung! Hohe Anerkennung is certainly better than Kompliment, Spannung and Sichtweise... You learn something new every day!!!

Well, here is my little contribution ...

Trefusis nimmt einen Preis entgegen

Mein lieber Himmel, ich muss gestehen, dass ich all dieses Licht als ein wenig unangenehm empfinde, bin mir aber ganz sicher, dass sich meine Augen im Laufe der Zeit daran gewöhnen werden. Es verwundert denn wirklich nicht, dass Fernsehleute so ungeheuer stupide dreinsehen. Ich weiß jetzt, dass das grelle elektrische Licht den Augen diesen toten, hoffnungslosen Blick verleiht. Ich schweife vom Thema ab. Wo bin ich doch gleich? Auszeichnungen. Preise.

Nun, ich bin überzeugt, dass die British Press Guild, oder welche Vereinigung auch immer uns diesen Radiopreis offerierte, dies mit den allerbesten Absichten tat, wenngleich es an mir ist dazu auszuführen, dass ich es für einen schrecklichen Fehler halte. Seien Sie versichert, dass ich in keinster Weise einen der verantwortlichen Funktionäre zu beleidigen beabsichtige und dass wir uns alle zweifellos des großen uns zuteil werdenden Kompliments zutiefst bewusst sind, allerdings komme ich nicht umhin, nochmals mit Nachdruck zu bekräftigen: Sie haben einen großen Fehler begangen. Es liegt mir fern zu sagen, verstehen Sie mich da richtig, dass wir uns diese Auszeichnung nicht verdient hätten. Ich hege keinerlei Zweifel darüber, dass unsere kleine Radiosendung keineswegs grauenhafter ist als irgendeine der anderen Sendungen, die über den Äther durchsudeln. Wir bringen in der Tat zuweilen Momente hervor, die sich hinsichtlich der Intensität ihres Aufregungspotenzials, der Frische ihrer Visionen und der Kraft ihres Einblicks nur als absolut gelungen beschreiben lassen. Allerdings bleibe ich bei meiner Ansicht, dass die Entgegenbringung dieser Wertschätzung in Form einer offiziellen Auszeichnung Tod, Verwirrung, Desaster und Ruin mit sich bringt. Erlauben Sie mir, meine Gründe kurz darzulegen.

Ich hege ein dunkles Angstgefühl, dass Preise nur dazu dienen, die Entgegennehmer in einen Zustand von Überheblichkeit und Selbstherrlichkeit zu verleiten, der bei Personen mit Vernunft und Niveau nichts weiter als Beunruhigung hervorrufen können. Loose Ends wird samstags um 10 Uhr Vormittag gesendet. Kluge Leute, rechtschaffene Leute liegen um diese Zeit noch im Bett. Und selbst wenn sie bereits dem Bette entstiegen sein sollten, so haben sie es zumindest nicht viel weiter als bis zum Frühstückstisch geschafft. Das Nervensystem gewöhnt sich nach und nach an die Gräuel von Tageslicht und lauten Geräuschen.

Now indulge us, Soupy Twist, with Mr Translator´s version....

And I have been busy copy-typing the second "helping" of Trefusis:

[The nervous system is steadily adjusting itself to the horrors of daylight and loud noises.]
Picture the hideousness, if you would be so kind, under such circumstances, of a bumptious, self-satisfied Nedwin Sherrin. A man whose saving grace is his detachment, calm, modesty and discretion of demeanour transformed into an animated, confident and self-satisfied clarion. It really cannot bear thinking about. No, I must apologise, but this airy, glib distributing of prizes may unleash forces upon the airwaves that we will all come to regret.
What great work of literature did Kipling produce after his Nobel Prize? None. He was too busy sitting at home, glowing with pride and burnishin his silver cup with the cuff of his sleeve. Prizes must come not as an encouragement to continue, but as a valediction, a closing encomium, a farewell tribute.
You have meant well, ladies and gentlemen of the British Press Guild, and we all thank you, at another time I would have been prepared to be excessively fulsome in my thanks, even to the extent of kissing each and every one of you full on the lips for an embarrassingly long time, a privilege of the old. As it is I fear I must temper my gratitude with wariness. No, really these lights are getting to me now. In a moment I will achieve the dull, glazed look of a dead halibut or a live weatherman. I sense a migraine and a filling sinus. Time, I fancy, to press a cologne-drenched handkerchief to my temples and lie down. If you have been, thank you for stopping it.

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Soupy Twist


Member

Posted Mon Jun 11th, 2007 7:14pm Post subject: Translating Fry
Wow, your version is ingenious, especially:
- stupide dreinsehen
- wo bin ich doch gleich?
- Radiopreis: of course!! I'm such a moron!! *bangs head on desk* This is indeed a "foul blunder" :-// :-// And the meaning is so, so obvious
- ich hege keinerlei Zweifel
- kluge Leute, rechtschaffene Leute
- Gräuel

Now indulge us, Soupy Twist, with Mr Translator´s version....
I endeavour to give satisfaction:

Trefusis nimmt einen Preis entgegen

Gott segne Sie, ich muss gestehen, ich finde all dieses Licht eine Spur erschreckend, aber ich möchte schwören, dass meine Augen sich mit der Zeit an die Grelligkeit gewöhnen werden. Es ist wirklich kein Wunder, dass Leute im Fernsehen immer so ungeheuer töricht wirken. Jetzt weiß ich, dass es die Glut der elektrischen Scheinwerfer ist, die den Augen diesen toten, hoffnungslosen Blick verleiht. Aber ich komme vom Thema ab. Wo war ich? Auszeichnung. Preise.
Also ich bin sicher, dass die British Press Guild, oder welche Einrichtung uns diese Hörfunktrophäe nun gerade verliehen haben mag, dies in der allerbesten Absicht getan hat; trotzdem muss ich mir die Bemerkung erlauben, dass ich dies für einen großen Irrtum halte. Ich möchte ganz bestimmt keinen der Verantwortlichen vor den Kopf stoßen, und ich habe keine Zweifel, dass wir von dem uns abgestatteten eindrucksvollen Kompliment sehr gerührt sind, aber dennoch muss ich noch einmal unterstreichen: Sie haben einen fürchterlichen Bock geschossen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich will mitnichten sagen, dass wir diese Auszeichnung nicht verdient hätten. Ganz gewiss ist unsere kleine Sendereihe auch nicht schlimmer als irgendeine andere, die den Äther vollschmaddert. Manchmal gelingen uns wahrhaftig Momente, die in der Intensität ihrer Erregung, der Frische ihrer Vision und der Leidenschaftlichkeit ihrer Einblicke schlicht als golden beschrieben werden müssen. Nichtsdestoweniger bleibe ich bei meiner Auffassung, diese Verdienste in die Form eines offiziellen Preises fassen zu wollen bedeute Tod, Verwirrung, Desaster und Ruin. Lassen Sie mich meine Gründe darlegen.
Ich habe äußerste Sorge, dass Preise nur dazu da sind, ihre Empfänger in einen Zustand der Wichtigtuerei und Selbstüberschätzung zu versetzen, den Menschen von Geschmack und Herzensbildung schlechterdings für alarmierend halten müssen. Loose Ends wird des Morgens, am Samstag um 10.00 Uhr ausgestrahlt. Weise Menschen, ehrliche Menschen liegen zu dieser Zeit im Bett. Wenn nicht wortwörtlich unter der Decke, so haben sie es doch zumindest noch nicht weiter gebracht als bis zum Frühstückstisch. Allmählich stellt sich das Nervensystem auf die Greuel von Tageslicht und lauten Geräuschen ein.

All right then, here goes on the positive side:
+ Hörfunktrophäe (again, stupid, stupid Soupy )
+ Sendereihe
+ vollschmaddert: Have never heard that before, but it seems to fit and is wonderfully phonetic
+ manchmal gelingen uns wahrhaftig Momente
+ wenn nicht wortwörtlich unter der Decke

negativ:
- verliehen for offer
- Herzensbildung for tone
- und ich habe keine Zweifel, dass wir von dem uns abgestatteten eindrucksvollen Kompliment sehr gerührt sind: Semantics. This sentence has a completely different meaning than if it used zweifellos. He messed up the relations. Whereas the translator's solution suggests that Trefusis and his team don't doubt the honour they have received (what sense does that make?), "zweifellos" would assure the British Press Guild that Trefusis and his team are deeply honoured. Secondly, they are "deeply sensible" of the honour, which I'd never translate with "gerührt".
- des Morgens, am Samstag um 10.00 Uhr: why so complicated? I take it from the original that it is broadcast every Saturday. "Am Samstag" can mean many things...

I'm looking forward to your wise comments and criticisms, Gerti

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Gertrude Susanne


Member

Posted Mon Jun 11th, 2007 7:59pm Post subject: Translating Fry
wireless - Don´t be so harsh on yourself, Soupy
Remember, we are doing this for fun, on top of our daily workload, whereas others (no naming and shaming, don´t recall Mr Translator´s name anyway ) does this as a full-time job... he got even paid for it... well, well...

I´ve added my 2 cents (or should that be 2 pennies )

All right then, here goes on the positive side:
+ Hörfunktrophäe - not bad at all...
+ Sendereihe
+ vollschmaddert: Have never heard that before, but it seems to fit and is wonderfully phonetic - hehe, like that too
+ manchmal gelingen uns wahrhaftig Momente - he does have his light moments, eh
+ wenn nicht wortwörtlich unter der Decke - don´t like that one too much, though...

more +s :
- mitnichten
- vor den Kopf stoßen
- schlicht

negative:
- verliehen for offer
- Herzensbildung for tone - never heard that one before... mea culpa I guess
- und ich habe keine Zweifel, dass wir von dem uns abgestatteten eindrucksvollen Kompliment sehr gerührt sind: Semantics. This sentence has a completely different meaning than if it used zweifellos. He messed up the relations. Whereas the translator's solution suggests that Trefusis and his team don't doubt the honour they have received (what sense does that make?), "zweifellos" would assure the British Press Guild that Trefusis and his team are deeply honoured. Secondly, they are "deeply sensible" of the honour, which I'd never translate with "gerührt". - Absolutely right, Soupy Twist. But it does bring tears to your eyes
- des Morgens, am Samstag um 10.00 Uhr: why so complicated? I take it from the original that it is broadcast every Saturday. "Am Samstag" can mean many things...

more -s:

- Gott segne Sie? What next: Urbi et orbi - sorry..
- Glut der elektrischen Scheinwerfer - oh, really ?
- not yet another geschossenen Bock, please! (that´s probably what gave him the idea of Trophäe )

So far my wise (heheheheeeeeee, someone´s taking the micky... ) comments and criticisms...

Guten Abend allerseits X-D or as we say in Vienna: baba

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Soupy Twist


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Posted Tue Jun 12th, 2007 8:10am Post subject: Translating Fry
wunderschönen guten Morgen, or, as we use to say in Bavaria, moang
wireless - Don´t be so harsh on yourself, Soupy
Remember, we are doing this for fun, on top of our daily workload, whereas others (no naming and shaming, don´t recall Mr Translator´s name anyway ) does this as a full-time job... he got even paid for it... well, well...
Don't worry, I'm still having loads of fun. It's only that some mistakes are more painful than others

more -s:

- Gott segne Sie? What next: Urbi et orbi - sorry..
- Glut der elektrischen Scheinwerfer - oh, really ?
- not yet another geschossenen Bock, please! (that´s probably what gave him the idea of Trophäe )

So far my wise (heheheheeeeeee, someone´s taking the micky... ) comments and criticisms...
I'm not taking the piss here, I really think you have a lot to say: Gott segne Sie, indeed! And he seems to have a special liking for geschossene Böcke. It's either this or his range of vocabulary is limited...

So then, part 2 of Trefusis' acceptance speech awaits...

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Gertrude Susanne


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Posted Tue Jun 12th, 2007 9:18am Post subject: Translating Fry
wunderschönen guten Morgen, or, as we use to say in Bavaria, moang

So then, part 2 of Trefusis' acceptance speech awaits...

ein fröhliches Moooooagn zurück X-D

The wait is over

[Das Nervensystem gewöhnt sich nach und nach an die Gräuel von Tageslicht und lauten Geräuschen.]

Malen Sie sich doch einmal freundlicherweise unter solchen Umständen die Abscheulichkeit eines überheblichen und selbstgefälligen Nedwin Sherrin aus. Ein Mann, dem seine Distanziertheit, seine Besonnenheit, Bescheidenheit und sein umsichtiges Verhalten zur Ehre gereichen, mutiert zu einem sprudelnden, selbstsicheren und selbstgefälligen Säbelrassler. Schier unerträglich der Gedanke. Verzeihen Sie mir also bitte, aber diese leichtfertige, undurchdachte Vergabe von Preisen könnte Gewalten auf den Ätherwellen freisetzen, die wir noch bereuen werden.

Welch großartige Literaturwerke brachte Kipling nach seinem Nobelpreis hervor? Keine. Er war zu sehr damit beschäftigt, mit von Stolz geschwelgter Brust daheim zu sitzen und mit dem Hemdsärmel seine Silbertasse aufzupolieren. Preise sind nicht als Ermunterung, weiterzumachen, zu vergeben, sondern vielmehr zum Abschied, als eine letzte Lobpreisung, eine Anerkennung vor dem Abgang.

Sie haben es gut gemeint, meine Damen und Herren der British Press Guild, und wir alle danken Ihnen. Zu einem anderen Zeitpunkt hätte ich mich zur ausschweifenden Dankerbietung hinreißen lassen, vielleicht sogar dazu, jeden einzelnen von Ihnen peinlich lange auf den Mund zu küssen, ein Privileg des Alters. Aber wie die Dinge stehen, muss ich leider aus Vorsicht meine Dankbarkeit zügeln. Diese Lichter machen wir nun wirklich langsam zu schaffen. Jetzt und jetzt werde ich den matten glasigen Blick eines toten Heilbutts oder eines lebendigen Wetterfrosches auflegen. Ich spüre, dass sich ein Migräne ankündigt und sich meine Stirnhöhle verlegt. Ich glaube es ist Zeit, mir ein mit Kölnisch Wasser getränktes Sacktuch an die Schläfen zu drücken und mich hinzulegen. Falls Sie das schon kennen, danke, dass Sie dem ein Ende setzen.

I look forward to your input, Soupy
I always have trouble with the "if you have been..." never manage to make it sound right

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Soupy Twist


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Posted Tue Jun 12th, 2007 10:33am Post subject: Translating Fry
[Das Nervensystem passt sich nach und nach den Schrecken des Tageslichtes und Lärms an].
Seien Sie so freundlich und malen Sie sich die Scheußlichkeit eines aufgeblasenen, selbstzufriedenen Nedwin Sherrin unter diesen Umständen aus. Ein Mann, den Distanziertheit, Gelassenheit, Bescheidenheit und umsichtiges Verhalten schmücken, verwandelt sich in eine lebendige, selbstsichere, selbstgefällige Tröte. Der Gedanke daran ist schlicht unerträglich. Nein, verzeihen Sie mir, aber dieses lässige, oberflächliche Verteilen von Preisen mag Kräfte auf den Äther loslassen, die wir alle noch bereuen werden.
Welches bedeutende literarische Werk hat Kipling nach seinem Nobelpreis geschaffen? Gar keins. Er war zu sehr damit beschäftigt, zuhause zu sitzen, vor Stolz zu glühen und seinen Silberpokal mit seinem Hemdsärmel zu polieren. Auszeichnungen mögen daher keine Ermunterung sein weiterzumachen, sondern ein Abschiedsgruß, eine abschließende Lobesrede, ein anerkennendes Lebewohl.
Sie haben es gut gemeint, meine Damen und Herren von der Britischen Pressevereinigung, und wir alle danken Ihnen. Zu anderer Zeit wäre ich zu maßlos übertriebenem Dank bereit gewesen, sogar dazu, Sie alle und jeden einzelnen von Ihnen peinlich lange mitten auf den Mund zu küssen, ein Privileg von uns Alten. So aber muss ich meine Dankbarkeit mit Vorsicht abmildern. Nein, wirklich, diese Scheinwerfer machen mir nun wirklich zu schaffen. Gleich wird mir der dröge, glasige Blick eines toten Heilbutts oder eines live Wetteransagers zu eigen sein. Ich spüre eine Migräne und verstopfte Nebenhöhlen. Zeit, denke ich, mir ein mit Kölnisch Wasser getränktes Taschentuch an die Schläfen zu drücken und mich hinzulegen. Wenn sie haben, danke fürs Aufhören.

Very nice input, Gerti
I find the "if you have been" tricky, too, because I never know whether this is supposed to be a "real" sentence or just nonsense.
I especially like your:
- mutiert zu einer sprudelnden... I interpreted animated in relation to the clarion as something "alive".
- Säbelrassler
- eine Anerkennung vor dem Abgang, that's brilliant
- lebendigen Wetterfrosches: again, I interpreted this differently. With relation to his comment about television people looking stupid, I thought he meant the waetherman in a live forecast. Not sure anymore...
- Sacktuch: wonderful This is so rarely used in Germany (if at all), and I love it! Of course Trefusis would have a Sacktuch and not just an ordinary Taschentuch!

Mr Translation's translation coming up this afternoon!

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